Soviel Geistlichkeit auf einem Haufen hätte sie noch nie erlebt, meinte die Stellvertretende Landrätin Rosi Kraus bei ihrem Grußwort nach dem Festgottesdienst zur 25-jährigen Weihe unserer Christuskirche.
In der Tat war die Präsenz beeindruckend, aber nicht ohne Grund. Mit den Pfarrern/innen Agnes Weishaupt, Ulrich Zenker und Jan-Peter Hanstein als Prediger fanden sich Ehemalige aus der Jugendarbeit unserer Gemeinde vor 25 Jahren, aus der Zeit des CVJM mit der sagenumwobenen Teestube. Deutlich wurde ihre bis heute anhaltende Verbundenheit, die sich in Worten von lebendigen Steinen wiederfand, welche den Kirchbau vollenden und weiterhin ausfüllen. Das war ein Höhepunkt des Festgottesdienstes, musikalisch umrahmt durch die Kantorei und mit Frank Herdegen an der Orgel. Von den fünf anschließenden Grußworten war das letzte am eindrücklichsten. Dr. Gisela Rehm erinnerte an ihren Mann Bruno Rehm, den Architekten unserer Christuskirche, der sich mit dem Kirchbau einen Traum erfüllte. In ständigem Austausch mit den Planungsgruppen der Gemeinde realisierte er den Raum für ein „Wir“, den Raum für ein vielfältiges Gemeindeleben. Die vielen Besucher seit der Kirchweihe vor 25 Jahren, gerade die externen, bestätigen beständig diese Wirkung, diese besondere Atmosphäre. Bruno Rehm, der 2023 verstarb, würde zurecht mit Stolz auf seine Kirche blicken.
Voll war die Kirche, wie auch anschließend das Gemeindehaus beim darauffolgenden Empfang. Hier hatte sich besonders Nancy Müller mit ihrer Familie sowie Christa Boeckmann außerordentlich engagiert in Dekoration, Fotodokumentation und vor allem den vielen Snacks und Getränken. Viele ehemalige CVJM-ler hatten sich eingefunden und konnten gar nicht voneinander lassen. Unser Pfr. Axel Bertholdt war sichtlich zufrieden mit dem gelungenen Ablauf und der vielen positiven Resonanz. Insgesamt wurden 796,00 Euro gespendet für die eigene Gemeinde. Dieser besondere Kirchweihsonntag war ein gelungener Start für das ganzjährige Feiern der 25 Jahre Christuskirche, was mit monatlichen Highlights begangen wird. Hier hat hoffentlich jeder den Wochenkalender des Kirchbauvereins, in dem alle Veranstaltungen vermerkt sind.
Werner Stiller