Bau der Christuskirche

Kirche von Westen
Bildrechte: Evang.-Luth.-Kirche Neunkirchen am Brand

Bereits das Gemeindehaus trug den Namen „Christuskirche“, doch war dies nicht nur Ausdruck der Freude über den endlich erreichten eigenen Gottesdienstraum, sondern zugleich Programm für den Weg zum Bau einer eigenen Kirche. Engagierte Gemeinde-glieder gründeten 1989 einen Kirchbauverein, der das Thema Kirchbau ab diesem Zeitpunkt konsequent verfolgte. Neben der Sammlung von Spendengeldern beteiligte sich der Verein intensiv bei der Erarbeitung eines „Theologischen Konzepts“ für den Kirchbau. In mehreren Arbeitsgruppen und in diversen öffentlichen Workshops wurden das Konzept und seine Umsetzung diskutiert. Der Kirchbauprozess wurde so für die junge Kirchengemeinde zugleich ein Gemeindeaufbauprozess. Bei der Erarbeitung dieses Konzeptes wurden Bibelstellen zugrunde gelegt, die Selbstaussagen Jesu Christi beinhalten (in erster Linie „Ich-bin-Worte“ aus dem Johannesevangelium). Die Ergebnisse füllten schließlich einen ganzen Aktenordner, der Grundlage für die Gespräche mit mehreren Architekten bildete. Dieser Weg, eine Kirche aus der Gemeinde heraus zu planen, wurde vom Landeskirchenamt in München als interessantes Projekt beobachtet und gefördert, so dass im März 1999 der Kirchbau mit dem frei von der Kirchengemeinde gewählten Architekten Bruno Rehm aus Neunkirchen begonnen werden konnte. Auch während des Baus wurden alle Planungen und Angebote gemeinsam von Architekt und Bauausschuss des Kirchenvorstandes diskutiert, bevor ein Auftrag erteilt wurde. Parallel dazu war die Kirchengemeinde mit einem sehr engagierten Team ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen der „Kirchbauhütte“ bei der Errichtung der Kirche beteiligt. Über 4000 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden geleistet. Am 10. Dezember 2000 (2. Advent) wurde die Christuskirche durch Landesbischof Johannes Friedrich in einem feierlichen Gottesdienst geweiht.