Wanderausstellung: Tod am Anfang des Lebens

Wer spricht schon gerne über den Tod? Über den Tod von Kindern? Über den Tod von Kindern im Mutterleib? Es ist ein Tabuthema. Kaum jemand, der nicht selbst davon betroffen ist oder war, weiß darüber Bescheid, welche Möglichkeiten die Gesetzgebung bereits geschaffen hat, mit dem Tod von sogenannten Sternenkindern umzugehen und einen würdevollen Abschied zu gewährleisten. Dabei haben viele Vereine, Institutionen, auch die Kirchen und Einzelpersonen in den letzten Jahrzehnten dafür gekämpft, denn laut Statistik ist jede zweite Frau davon betroffen. So gibt es in größeren Städten spezielle Grabstätten und Hilfsangebote zur Trauerbewältigung.

Die Wanderausstellung „Tod am Anfang des Lebens“ der Universitäts-Frauenklinik Erlangen will das Thema enttabuisieren, indem grundlegende Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit der Aufklärung über den historischen Wandel im Umgang mit Fehl- und Totgeburten will man auch älteren Generationen Raum für eine „späte“ Trauerbewältigung bieten. Die Präsentation von lokalen Angeboten soll aktuell Betroffene unterstützen, aber auch die Allgemeinheit informieren.

Im Rahmen der Ausstellung wird der Ökumenische Arbeitskreis sein Konzept für ein Sternenkindergrab in Neunkirchen vorstellen.

Beatrix Kozjak-Storjohann, Leiterin des Psychosozialdienstes des Perinatalzentrums Erlangen, hat die Ausstellung mit konzipiert und wird den Eröffnungsvortrag halten. Auch verschiedene Vereine und Organisationen werden ihre Angebote vorstellen. Wir laden alle Interessierten, Betroffenen und Verantwortlichen wie Ärzte, Therapeuten, Seelsorger, Bestatter, Hebammen, Politiker, Friedhofswärter ein, die Gelegenheit bei der Auftakt- oder Schlussveranstaltung zu nutzen um in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.

Anja Lemberger

Herzliche Einladung zur Eröffnungsveranstaltung

Wann:  Sonntag, 22. März 2020 um 19.30 Uhr

Wo:      in der Christuskirche

Die Ausstellung wird vom 23. März bis 3. Mai, jeweils von 8.30 bis 18.00 Uhr in der Christuskirche (in der Zeit vom 4. bis 13. April im Evang. Gemeindehaus) gezeigt.

Die Schlussveranstaltung findet am 3. Mai 2020, um 19.30 Uhr statt