Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
Neunkirchen am Brand
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Vorgeschichte des Baus einer evangelischen Kirche in Neunkirchen am Brand

Neunkirchen am Brand war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nahezu vollständig katholisch. Die wenigen evangelischen Christen feierten ihre Gottesdienste in Neunkirchen zunächst in der Schule, vorübergehend in einer Gaststätte oder im Rathaus und dann in Kapellen, die die katholische Kirchengemeinde den evangelischen Christen in ökumenischem Entgegenkommen zur Verfügung stellte.
Erst 1978 konnte durch den Bau eines Gemeindehauses im eigenen Gemeindesaal jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert werden.
Der Traum von einer eigenen Kirche nahm Ende der achtziger Jahre mit der Gründung eines Kirchbauvereins erstmals konkretere Formen an. Es dauerte dann jedoch noch bis zum Dezember 2000, bis die Christuskirche am 2. Advent durch Landesbischof Johannes Friedrich geweiht werden konnte.

 

Kirchbau mit theologischem Konzept

Der Kirchbauverein sammelte nicht nur das nötige Startkapital für einen Kirchbau, sondern er erarbeitete in mehreren Arbeitskreisen auch ein theologisches Konzept für den Bau der Christuskirche. Es wurden die verschiedenen "Ich-Aussagen" Jesu Christi aus dem Neuen Testament gesammelt und den einzelnen Elementen und Orten der Kirche zugeordnet. Es ist gelungen, mit heutiger Architektur und modernen Baumaterialien in zurückhaltender Symbolik diesen Bibelworten Ausdruck zu verleihen. Altar, Lesepult, Taufbecken, Apsisbild und Portal werden dadurch Verkündiger Jesu Christi.

 

Architekten und Künstler

Architekt der Kirche ist der Neunkirchener Bruno Rehm. Er plante die Kirche und begleitete ihren Bau in den Jahren 1999 und 2000. Das Besondere an diesem Kirchbau ist der ständige Dialog zwischen Architekten und Kirchengemeinde von Beginn der ersten Planungen bis hin zu den einzelnen Details im Innenraum.

Bekannt geworden ist die Christuskirche auch durch das bemerkenswerte Apsisbild (ca. 9 x 5 Meter) des 2004 verstorbenen Nürnberger Malers Oskar Koller. Da sich Koller intensiv mit der Konzeption der Christuskirche auseinandergesetzt hat, fügt sich das Bild hervorragend in Architektur und Theologie des Gebäudes ein. Das abstrakte Gemälde trägt den Titel "Licht" und steht im Rahmen des theologischen Konzeptes als Umsetzung des Ich-Bin-Wortes "Ich bin das Licht der Welt" (Joh 8,12) aus dem Munde Jesu.

Auch die Taufnische erfreut sich bei den Kirchenbesuchern großer Beliebtheit. Wie der Grundstein ist das Taufbecken mit dem Taufstein vom Kronacher Bildhauer Heinrich Schreiber geschaffen worden. In dem ebenerdigen quadratischen Becken mit einer Kantenlänge von gut zwei Metern sind grob behauene Steine in Gestalt einer Taube angeordnet. Anstelle des Kopfes erhebt sich ein kreisrunder Taufstein mit einem kleineren Wasserbecken auf seiner Oberseite, aus dem unaufhörlich Wasser quillt. Leise plätschernd tropft dieses in einem offenen Spalt im Taufstein herab in das große Taufbecken.

 

Eine Kirche für die Gemeinde

Beim Bau der Kirche - insbesondere bei der Raumverteilung und der technischen Ausstattung - wurde seitens der Kirchengemeinde sehr darauf geachtet, dass sie den aktuellen Anforderungen einer vielfältigen Gemeinde gerecht werden. So erlaubt die flexible Bestuhlung die Anpassung der Sitzordnung bei besonderen Gottesdiensten und Veranstaltungen. Eine große runde Fläche um den Altar mit drei Stufen an der Apsiswand für Chor oder andere Musiker bietet Raum für Musik, Spiel und andere Aktion während der Gottesdienste. Die Akustik wurde so errechnet, dass der Raum sowohl für Sprache als auch für musikalische Darbietungen gut geeignet ist. Für gute Akustik dient daneben eine technisch ausgereifte Verstärkeranlage. Ein sehr differenziertes Beleuchtungssystem setzt die verschiedenen Veranstaltungen in der Christuskirche ins rechte Licht. 


 

Sonstiges

Kirchenführungen vereinbaren Sie bitte mit dem Pfarramt.

 

 

Kontakt

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Neunkirchen am Brand
Fuchsgasse 1
91077 Neunkirchen am Brand

Tel. 09134-883
Fax. 09134-1446
eMail:
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